Bürgerversammlung zur Flüchtlingsunterbringung
Die Bürgerversammlung zeigte, wie sachliche Information und offener Austausch zu konstruktiven Lösungen beitragen können.
Bürgerversammlung zur Flüchtlingsunterbringung
Es wurde sachlich informiert und diskutiert, es wurde nicht gestritten - so muss eine politische Entscheidung vorbereitet werden
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
in der Regionalpresse wurde unsere Verwaltung zurecht gelobt, weil sie in der Bürgerversammlung am 12. Mai Transparenz herstellen konnte. Sie stellte ihr Konzept vor, das sie im Auftrag des Rates erarbeitet hat. Die Unterbringung Geflüchteter ist eine Aufgabe, der sich die Gemeinde nicht entziehen kann. Das Konzept sieht langfristig die Unterbringung in Wohnungen verteilt über das Gemeindegebiet vor. Die zentrale Unterbringung in Containerdörfern soll auslaufen, mittelfristig werden dezentral aufgestellte Container noch gebraucht, weil nicht genügend Wohnungen zur Verfügung stehen.
Nach Auskunft der Verwaltung ist die dezentrale Unterbringung teurer, als die zentrale. Kurzfristig ist diese Analyse der Verwaltung richtig, denn bei dezentraler Unterbringung müssen viele Bauplätze erst erschlossen werden. Langfristig entfallen die höheren Kosten, denn der höhere Wert erschlossener Grundstücke wird beim Verkauf realisiert.
Dieses Konzept bewirkt Kosteneinsparung an anderer Stelle: die dezentrale Unterbringung fördert den Kontakt mit der Nachbarschaft und damit die Integration, Segregation wird verhindert. Dadurch werden in erheblicher Weise volkswirtschaftliche Kosten z. B. für Einsätze der Ordnungskräfte eingespart. Diese Erkenntnis ist alt, schon vor 90 Jahren wurde dieser Effekt in der Siedlung Kippekausen (Bensberg) nachgewiesen und hat sich in der Folge oft bestätigt – eine gute Planung und Umsetzung vorausgesetzt.
Deshalb unterstützen wir Freien Demokraten dieses dezentrale Konzept grundsätzlich. Gleichzeitig fordern wir weiterhin, die Kosten für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen müssen der Gemeinde vollständig erstattet werden, die bisherige Mittelzuweisung reicht nicht aus.
Wir wünschen Ihnen eine angenehme Woche.